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Dienstag, 4. Oktober 2016

Nepal 3

Annapurna Sanctuary mit Annapurna Base Camp


Der Himalaya ist ein Treppenhaus


Ich beginne meine erste Tour in die Berge. In Pokhara deponiere ich einige Sachen, wie das Zelt u.s.w. im meinem Hotel. Mit dem Taxi lasse ich mich nach Phedi, dem Startpunkt des Trekkings auf 1100m bringen. Mit dem Bus haette ich einen halben Tag verloren und es waere nicht sehr viel billiger gewesen.

Und gleich geht es los. Stufen! 
550 Hoehenmeter (Hm) hinauf. Das sind ca.2000 Stueck hinter, nein, uebereinander.






Meine ca. 15 kg werden ganz schoen schwer auf dem Ruecken.




Anschliessend laufe ich an Reisfeldern entlang, 


um dann die naechsten 1000 Stufen zu erklimmen.
Nach der ersten Nacht zum Fruehstueck diese Kullisse zu haben, entschaedigt aber fuer vieles.

Dort ist mein Ziel.

Frisch gestaerkt mache ich mich bei, die naechsten 700 Hm treppab !!! ueber sehr rutschige Stufen zu gehen. Die Schuhe finden kaum Halt. Wie mit Schmierseife sind die Steine ueberzogen. Dazu wieder satte 32 Grad. Dann noch einen falschen Abzweig nehmen und schon sind 9 Stunden vergangen. Das gab Muskelkater in den Waden, glaubt es mir. Viele Tage lang.







Zwischendurch gibt es kleine Bruecken mit Loechern drin...




...und grosse Bruecken ohne Loecher.





Hier einmal das Hoehenprofil von rechts beginnend.



Die Lodges sind sehr einfach, aber meisst sauber. Manchmal aber muss und sollte man im eigenen Schlafsack schlafen, was sicherlich besser ist.


Alles muss hier herauf getragen werden. Es gibt keine Seilbahn und ein Heli ist unbezahlbar.



Der hier traegt einen Wassertank in Gummistiefeln nach oben. Andere tragen Flip Flops
und schleppen Gasflaschen.

Somit steigen die vorgegebenen Preise von Lodge zu Lodge mit der Hoehe an.
Ich hatte Glueck und bekam immer mein eigenes Zimmer. In 1 bis 2 Wochen, wenn die Saison richtig startet, muss dann zum Teil im Speiseraum auf der Erde geschlafen werden.



Ich steige weiter hinauf durch den dichten Nebelwald bei weiterhin, je nach Hoehe zwischen 25 und 30 Grad.



Wasser gibt es im Ueberfluss.













Im Reisefuehrer steht: " Hinter Chomrong wird es einfach. Nach einem schwierigen Abstieg und Wiederaufstieg und einem nochmaligen Abstieg nach ..." 
Na ja, der naechste Aufstieg wird verschwiegen. Ueberhaupt sind auch die Talquerungen von bis zu 500 Hm nicht alle in den Karten verzeichnet. Eine Herausforderung fuer meine "Muskelmieze".


Endlich kann ich mal wieder mit jemandem deutsch reden. Und er widerspricht nicht.

Ab dem 4. Tag wird der Weg endlich angenehmer. Kaum Stufen und stetig bergan und die Berge sind auch zu sehen.






"Schon zum Greifen nah"



Dann komme ich am Machhapuchhare Base Camp an, dem Ausgangspunkt fuer meine morgige Endetappe. In der kleinen Lodge eine nette Runde: 3 Malayen, 2 Russen, eine Deutsche, eine Polin, und 2 Guides. 


Meine Hosen sind durch und trocknen ueber Nacht nicht mehr.

Morgens um 5 raus aus den Federn und los. Bei 0 Grad ein Bilderbuchsonnenaufgang und klarer Himmel. An diesem Morgen nur leichtes Gepaeck.






Ein wahrhaftes Schauspiel !
Nach 70 Minuten bin ich oben und schaue von links nach rechts auf Hiunchuli (6441m), Annapurna I (8091m), Fluted Peak (6501m), Gangapurna (7454m), Annapurna III (7555m), und Annapurna IV (7525m). Hinter mir der Machhapuchhare mit seinen 6997 .
Ich selbst befinde mich gerade mal auf 4100 Metern.




Unter den Geroellhaufen befindet sich das Eis der Gletschermoraene. Auch hier natuerlich am Abschmelzen.


Die Gebetsfahnen flattern im Wind.




Leider habe ich hier ohne PC nicht die Moeglichkeit,Panoramabilder zu erstellen.

Alle Muehen haben sich gelohnt ! Ein absoluter Traum, den man mit Fotos nicht einfangen kann. Dazu strahlender Sonnenschein und tiefblauer Himmel.

Aber es hilft nichts, bevor die restlichen Touris hier erscheinen und diese herrliche Ruhe vorbei ist, beginne ich mit dem Rueckmarsch.


Die Traeger schleppen schon das Gepaeck einiger Touristen nach unten. In Flip Flops !

Ich nehme also auch mein Buendel und brauche 3 weitere Tage fuer den Weg zurueck.


Vorbei an huebschen Lodges...

...und dicken Felsen.

Ganz dort-hinten-rechts-unten muss ich hin.

Mein naechstes Nachtlager, blaues Dach ca. 300m tiefer, ist in Sichtweite.
Hier ein Beispiel vom vorletzten Tag des ganz normalen Wahnsinns. Erst an die 300 Stufen hinab, dann 2-3 Tausend Stufen wieder hinauf. Beginnend mit 2500m Hoehe, dann 2300m - 2550 - 1900 - 2400 - 1700.
Insgesamt also 2000 Hm in 8 Stunden.



Rastplaetze fuer Traeger wie mich.
Rucksack, 15kg, Gehhilfe, Schweisstuch vorn rechts, Tuch fuer Brille und Kamera vorn links und Waesche zum trocknen, oben drauf.






Begleitung gibt es auch wieder.








Nach 8 Tagen, 45 Trekkingstunden und 70 km (ohne auf und ab) bin ich wieder in meinem Basiscamp.
















2 Tage stehen nun fuer die Regeneration und Vorbereitung der nachsten 2 Touren zur Verfuegung.
Zunaechst eine nicht so anstrengende Strecke, bevor es dann Richtung Mount Everest geht.
Richtung, nicht rauf !

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