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Samstag, 26. November 2016

Thailand 3

Umphang


Von Sukhothai fahre ich mit dem Bus nach Mae Sot und von dort gleich weitere ca. 170 km nach Umphang.





6 Stunden Fahrt auf dem zugigen Pic Up, das dann auch richtig voll wurde. 
2 Leute mussten auf dem Dach mitfahren










Erst nach Einbruch der Dunkelheit kam ich in Umphang an. Eine Unterkunft zu finden erwies sich als schwierig, da am Wochenende alles von Thais ausgebucht ist.



Nahrungssuche auf dem Nachtmarkt in Umphang.





Am naechsten Tag moechte ich eine Dschungeltour organisieren. Im Buero, auf der Strasse, sitzt noch ein Italiener und wir sind gerade dabei die uebliche Route zu buchen, da schwatzt die Chefin etwas von ein paar Leuten, die etwas ganz verruecktes machen. Wir werden hellhoerig und nach langem hin und her koennen wir die Dame davon ueberzeugen, dass es genau das ist, was wir suchen. Morgen geht es fuer 2 Tage in den Dschungel !





Die Schlauchboote werden zu Wasser gelassen...


... und unser Gepaeck auf Elefanten verladen.





2 Boote mit jeweils 2 Bootsfuehrern, 4 Thailaender, sowie Paolo und ich fahren den Fluss hinab.



Ruhiges Wasser, leichte Stroemung. Allerdings hat das andere Boot massive Luftprobleme und muss oefter aufgepumpt und geflickt werden.




Hier war es hoechste Zeit !







Sehr schoene Landschaft ringsum. Nebenbei wird gleich noch frischer Farn fuer das Abendbrot gepflueckt.



















Langsam wird das Wasser unruhiger.

















Es folgen wieder ruhige Abschnitte.
Es ist uebrigens der gleiche Fluss, der spaeter weiter suedlich durch Kanchanaburi, Bruecke am River Kwai vor 10 Tagen, fliesst.

























Diese Stromschnelle wird uns dann zum Verhaengniss !



Das andere Boot kommt gut durch. Wir haben Pech und geraten in einen Strudel. Das Boot kommt nicht vom Felsen weg und droht zu kentern. Der vordere Guide geht ueber Bord, danach Paolo. Ich lehne mich soweit wie es geht ueber Bord, ohne selbst "auszusteigen", um das Boot nicht kentern zu lassen. Der 3. geht von Bord. Er versucht wieder rein zu klettern - zwecklos und wird schliesslich davon getrieben.
Durch die Gewichtsverlagerung komme ich frei, kann ein Paddel aus dem Wasser greifen und es ist ueberstanden !

War ziemlich aufregend, aber alle sind zum Glueck ohne Blessuren davon gekommen. Erinnerte mich an meine Kindheit im Warnowdurchbruch in Mecklenburg. Ich merkte erst jetzt, dass die ganze Zeit die Kamera lief, ist aber leider fast nichts drauf. Glueck fuer Paolo war, dass wir nicht gekentert sind. So blieb seine Kamera wenigstens trocken.

Kurz darauf erreichten wir das Camp und die Elefanten kamen auch gerade.





















Wir mussten uns nicht um die Ausruestung kuemmern und fahren noch ein Stueck weiter den Fluss hinunter. 

































Dann kommt unser eigentliches Ziel. Der Tee Lor Ray Wasserfall.




Ich habe noch nie einen solch beeindruckenden Fall gesehen. Einfach fantastisch !







Tja, aber wie jetzt zurueck ???
Das Boot war ueberladen und ziemlich voll mit Wasser und liess sich gegen die Stroemung nicht mehr vorwaerts bringen.





Also alle bis auf einen raus und am Flussufer zurueck.


















Das wars dann endgueltig mit den halbwegs getrockneten Sachen.


Leider bekam ich auf der Linse den Wasserfilm nicht mehr trocken 

Etwas abgekaempft im Lager angekommen, die Zelte schon aufgebaut, gab es auch schon bald sehr gutes frisch gekochtes Abendessen. Die Jungs hatten es wirklich drauf.






















Abendessen bei Kerzenschein und anschliessend am Flussufer sitzen und nach den Sternen schauen. Ohne Lichtsmog ist die Milchstrasse gut zu sehen.

Am naechsten morgen dauert es fast 2 Stunden, bis alles fertig ist. Der Muell bleibt vor Ort, wird angeblich von der naechsten Gruppe mitgenommen. In Wirklichkeit wird er angezuendet, wenn wir weg sind. Ich hatte die Reste der vorigen gestern gesehen.
Es liegen 28 km durch den Dschungel vor uns und sollen dafuer 8-9 Stunden brauchen ?!



Die Elefanten uebernehmen wieder das Gepaeck.


Ich uebernehme die Fuehrung um ein wenig Tempo zu machen.
Nach 30 Minuten sind die 4 erledigt.


Mein groesster Albtraum wird wahr. Erst Pause, dann muessen die Blasen an beiden Fuessen verarztet werden, laute Musik und noch lauter quatschen, um die Musik zu uebertoenen. 
Ich gehe 500 Meter voraus und warte dann, bis der Krach naeher kommt. Dann wieder weiter. Nach 4 ein halb Stunden Mittag und dann soll es nocheinmal 3 ein halb so weiter gehen. Ich setze mich endgueltig ab und gehe voraus.
















Jetzt habe ich Ruhe und kann die Natur geniessen.


Termiten auf Wanderschaft



Eine Spinne, Handflaechen gross mit einem Gesicht auf dem Ruecken !


Ein dichter Bambuswald umgibt mich. Ich muss "nur" den Spuren der 2 Elefanten folgen. Das Problem ist aber, auf hartem Boden hinterlassen sie keine Spuren. Oft weiss ich erst wenn es wieder feuchter wird, oder etwas zertrampelt haben, dass ich richtig bin.


Ameisen beim Reis klauen


Wasser ueberall.


















Dies sind keine Pilze, sondern Blumen !

































Bei denen wusste ich erst auch nicht so richtig...




Sie gingen aber zur Seite.




Bei diesem Bachuebergang hatte ich dann eine Begegnung mit einer Monokelkobra.
Ungefaehr 1,5m lang. Sie fand es nicht so komisch, dass ich dort auftauchte, richtete sich auf und fauchte mich, wie eine Katze, ziemlich biestig an, sprang !!! aber dann ins Wasser. 




Nach 2 und nicht nach 3,5 Stunden war ich dann am Ziel am Ausgangspunkt unserer Tour angelangt.






Freitag, 18. November 2016

Thailand 2

Kanchanaburi


Ich entfliehe der Stadt und mache einen Ausflug nach Kanchanaburi. Die Stadt liegt ca. 130km von Bangkok entfernt am Mae Klong Fluss. Touristisch ist die Stadt durch die Eisenbahnlinie und den Film " Bruecke am River Kwai " geworden. Hier hatten im 2. Weltkrieg die Japaner eine Eisenbahnlinie von Burma nach Thailand durch Kriegsgefangene bauen lassen. Dabei kamen geschaetzte 100.000 Kulis aus Burma, Indien, China, Indonesien, Malaysia und Thailand, sowie 16.000 alliierte Gefangene ums Leben. Letztere sind auf 2 Friedhoefen in der Stadt begraben, die Kulis wurden an Ort und Stelle verscharrt.



Eines von 2 Museen hat eine sehr gute Ausstellung zu den Geschehnissen.





Die Schlafstaetten der Gefangenen.















































Nach Fertig-
stellung der Bruecke wurde sie bombardiert und spaeter wieder aufgebaut.
Die Gleise nach Burma sind demontiert worden.
















Sehr interessant ist aber ein chinesischer Tempel gleich neben der Bruecke.
Diese Architektur sagt mir mehr zu als die thailaendische.





















Dieser dicke Buddha gefaellt mir am besten.


Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten. An den Wochenenden kommen die Thais aus Bangkok hier her um Party zu machen.



Diese grossen Floesse werden dann ueber den Fluss gezogen und es gibt Disco und vor allem Karaoke satt. Ich habe ungefaehr 100 ! dieser Floesse gezaehlt. Wer schon einmal in Asien eine Karaokedisco erlebt hat, weiss was da abgeht. Moechte ich lieber nicht erleben. Schwer zu ertragen. Dieses Wochenende ist aber noch alles wegen der Staatstrauer geschlossen.

Ich ziehe weiter gen Norden in die Hauptstadt der ersten Thai-Nation,


Sukhothai


Es liegt 440 km noerdlich von Bangkok, etwa 6 Stunden Fahrt im bequemen Reisebus und wurde im Jahr 1238 gegruendet.
Es gibt einen sehr schoen angelegten  " Historical Park " mit den Resten der alten Stadt.

































Das man mit dem Fahrrad einige Tage dort verbringen kann, wie der Reisefueher empfiehlt, erschliesst sich mir zwar nicht, denn nach 1 Stunde hatte ich zu Fuss so ziemlich alles gesehen, was es zu sehen gab, sehr schoen war es aber trotzdem.