Seiten

Werbung

Diese Seiten enthalten Werbung

Amazon

Montag, 16. Januar 2017

Vietnam 2



Hoi An


Ich habe noch etwas Zeit in Cat Ba, da mein Bus erst um 13 Uhr faehrt. Ich schaue mir noch ein wenig den Ort an.


Ein Rundweg fuehrt am Strand und an einigen Hotelanlagen vorbei.



Sehr interessant finde ich diese Gelaender. Sie sind ueberall in Vietnam zu finden und sind aus Beton. Selbst Astgabeln sind perfekt nachgemacht. Sehen wirklich wie echt aus.




Ich muss los, denn ich habe einen weiten Weg vor mir.







Erst mit dem Bus zur Faehre, nach der Ueberfahrt wieder mit dem Bus nach Hai Phong. Dort 2 Stunden warten, wobei man wieder ausgesetzt wird ohne irgendwelche Infos und dann mit dem Schlafbus nach Dong Hoi, um dann mit einem anderen Bus nach Phong Na zu fahren. Hoert sich kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht. 
Und das ist der Schlafbus.
Ich bin ja schon viel in anderen Laendern mit dem Bus gefahren, aber das ist mal was neues. 30 Passagiere haben eine kleine Koje, in der man einigermassen bequem liegen kann.
Immerhin konnte ich 6 Stunden am Stueck schlafen. Bei den langen Entfernungen in Vietnam sehr angenehm.
Nach insgesamt 20 Stunden, dann die Enttaeuschung. Ich wollte hier einige Hoehlen besuchen, aber...
Die Unterkuenfte teure Rattenloecher und eine Halbtagestour mit dem Boot und 100 anderen Leuten fuer 70 Euro. Soviel habe ich fuer die 2 Tage auf dem Boot in der Ha Long Bay bezahlt ! All inclusive. Im Ort soll ich sogar eine Parkplatzgebuehr fuer mein Fahrrad bezahlen. Rueckzug !!!
Es ist der 31.12. es regnet und ich gehe um 21 Uhr ins Bett. Um 3 Uhr muss ich naemlich wieder raus um den Schlafbus nach Hoi An zu bekommen.
Da Nang, eine grosse und moderne Stadt












"Schon" nach nur 9 Stunden war ich am Ziel.


Hoi An, eine Touristenstadt, wie sie im Buche steht !
Heute an Neujahr wird es schwierig, ein gutes und preisguenstiges Quartier zu bekommen. Alles ist belegt. Nach einiger Zeit finde ich gleich in der Naehe der Altstadt ein Homestay. Dies sind private Gaestehaeuser, in denen auch die Familie wohnt, oder ein extra Haus errichtet haben.
Eigentlich immer gut und ordentlich gefuehrt.


Trotz Nebensaison sind zig tausende Touristen in der Stadt. Wahrscheinlich mehr als Einwohner. Und trotzdem macht es Spass durch den Ort zu gehen und zu schauen. Er ist fuer seine Anfertigung von Kleidungsstuecken bekannt. Es gibt hundert oder mehr Schneidereien.















Es wird nach internationalen Schnittmustern gearbeitet, oder man bringt einfach ein Bild oder eine Skizze mit.


Ein einfacher Massanzug, wie der Blaue, kostet ca. 50 und der Mittlere, incl. Weste und edlen Stoffen ca. 100 Euro.
Ein Kleid nach Massanfertigung liegt bei 30 Euro. Es wird ordentlich viel gekauft.
















Ab 17 Uhr oeffnet der Nachtmarkt. Hier gibt es viel Krimskram und koestliche Leckereien, wie kleine Grillspiesse, Teigwaren, Fisch in allen Variationen oder Eis am Stiel.














Es wird nicht einzeln gegrillt, sondern Dutzende am Stueck. Und schmecken tun die... Wenn man einmal damit anfaengt, gibt es kein halten mehr. Bei dem Gemisch, was ich zu mir nahm, hatte ich schon Angst, das koennte nach "hinten" los gehen. Kein Problem - also noch einmal von vorn.
Ueberhaupt die ganze Kueche in Vietnam ist die beste, die ich in Asien gegessen habe. Wahrscheinlich auch durch die lange Kolonialzeit durch die Franzosen etwas mehr auf europaeische Gaumen abgestimmt.

Danach durch die Strassen bummeln.















Unzaehlige gemuetliche Restaurants, Bars und Geschaefte laden zum Verweilen ein.















Viele Restaurantschiffe und dazwischen bunte schwimmende Papierlichter.






























Es regnet, aber auch das stoert nicht. Die Atmosphaere ist einfach schoen.






























Auch am naechsten Abend bekomme ich nicht genug von diesem Flair.
Ich miete mir fuer einen satten Euro am Tag, ein Fahrrad und radle in Richtung Strand. Denn auch den hat Hoi An zu bieten. 
Mitten im Ort dann ein voellig anderes Bild - Reisfelder !



Unglaublich, rings um diese Felder befindet sich der Ort. Auf der einen Seite das chinesische Meer, auf der anderen Seite das Delta vom Thu Bon Fluss. 















Leider aber auch hier, wie in den meisten Laendern das grosse Muellproblem.















Da ist wieder ein grosser "Eikaufskorb". Mit nur einem Ruder !
















Auch die Erosion bringt Probleme mit sich. Man sollte es akzeptieren, denn solche Verbauungen sind auch nicht gerade sehr einladend an den Strand zu gehen.








Dazu grosse und teilweise schicke Ferienanlagen.



Zurueck am Fluss entlang, in die Altstadt.































Die Gegensaetze koennten nicht groesser sein.

Da es weiter wie aus Eimern schuettet, kehre ich ein und genehmige mir Schweinefleisch mit Garnelen in Pfeffersosse auf Reis. Ein Traum fuer den Gaumen fuer umgerechnet 3,50 Euro. Ein grosses Bier dazu fuer 90 Cent.

Im Laden haengen Shirts, mit aus Oelfarbe gemalten Gemaelden vom Besitzer. Ich habe aber leider schon etliche !!! Wird langsam voll im Rucksack.














Da am letzten Tag mein Bus erst am Abend faehrt, mache ich noch einen Ausflug in die alte Ruinenstadt My Son. Diese Stadt wurde im 2. oder 3. Jahrhundert von der Cham Kultur errichtet und ist stark vom Hinduismus beeinflusst. 
Im Vietnamkrieg wurden allerdings 50 der 70 Tempel von amerikanischen Bomben stark beschaedigt oder zerstoert. Es gibt also leider nicht mehr sehr viel zu sehen.


















Deutlich sind noch die 2 Bombenkrater vor der Tempelruine zu sehen.
































Bis heute konnte die fugenlose Bauweise nicht reproduziert werden, so dass an einen Wiederaufbau nicht zu denken ist. Ausserdem finde ich die fuer das Unesco Weltkulturerbe bereitgestellten 70.000 $ der Unesco, in den letzten 14 Jahren !, nicht gerade ueppig.

Zurueck fahren wir mit dem Boot nach Hoi An, auf dem es auch wieder ein super Mittagessen gab.
Bei diesen Lastkaehnen fuer Sand, der im Fluss abgebaut wird, stellt sich mir die Frage : Ist das jetzt ein Schiff, oder ist es schon ein U-Boot ?


















Da waere aber bestimmt noch was gegangen !
















Wir haben zum Glueck normalen Tiefgang und schippern an einigen Ferienanlagen vorbei.
















Leider muss ich weiter. Ich waere gern noch 1-2 Tage geblieben. Man kann hier wunderbar relaxen. 2 Wochen reichen einfach nicht aus fuer dieses Land.
Uebrigens, wenn man hier ein Busticket in der Unterkunft kauft, was nicht teurer ist, wird man direkt mit einem Van abgeholt und zum Bus gebracht. Echt praktisch !

Samstag, 14. Januar 2017

Vietnam 1

Die Ha Long Bucht


Am ersten Weihnachtsfeiertag treffe ich in Vietnam ein. Am Flughafen bekomme ich problemlos mein kostenloses 15 Tage Visum.
Ohne Formulare, nur die Frage wie lange, Stempel, fertig. Das war mal angenehm !
Ich hatte im voraus schon ein Hotel in der Naehe des Flughafens gebucht und ein Tuk Tuk brachte 
mich in ein paar Minuten zu meinem Quartier. Gegenueber ein Markt.
Dort bekam ich dann auch endlich meine geroestete Ente vom Grill. Auch vom Fleischspiess durfte ich probieren. Ein Gedicht ! Es wurde mir auch sofort erklaert, dass man in Vietnam immer handeln muss. Ein Nachlass von bis zu 60% ist normal. Dies gilt aber nicht ueberall in allen Geschaeften, Restaurants oder Maerkten. Welche, muss man schnell herausfinden, sonst bezahlt man viel Lehrgeld.
Was sofort auffaellt, hier wird nicht so rum gerotzt wie besonders in Nepal, Laos, China und Thailand. Dabei wird grunzend das halbe Hirn durch die Nase gezogen und ausgespuckt. Egal ob Mann, Frau oder Kind, egal ob auf der Strasse, im Bus oder beim essen im Restaurant. Morgens 10 - 20 Minuten am Stueck. Ist ziemlich widerlich und ich habe oft den Raum oder das Restaurant verlassen, ohne fertig gegessen zu haben. Hier ist es zum Glueck nicht ueblich.
Am naechsten Morgen gleich mit dem Bus weiter nach Hai Phong. Hier wird uebrigens alles getrennt geschrieben und gesprochen: Han Oi oder Hai Phong. Da man aber alles lesen kann, kein Problem. Auch die Aussprache nicht, so wie es geschrieben wird. 
Mit der Faehre dann rueber zur Insel Cat Ba.
Sie liegt gegenueber von Ha Long und soll nicht so ueberlaufen sein. Auch von hier starten Boote in die Bucht.
Ein Ort, direkt an die Felsen gepresst, der viel vom Tourismus profitiert.
Jetzt ist absolute Nebensaison und da wird reichlich gebaut und renoviert. Ein ruhiges Hotel findet sich aber. 
9 Stockwerke mit je 8 Zimmern und ca.5 Gaesten ! 


Fuer 6 Euro ein schoenes Zimmer mit toller Aussicht.












Am naechsten Tag mache ich erst einmal einen Ausflug in den nahe gelegenen Nationalpark. Den Tag darauf, soll dann das Wetter fuer 1-2 Tage besser werden. Es ist jetzt eben Regenzeit.
Am Parkeingang dann die Ueberraschung. Sie wollen mich nicht hinein lassen. Der Weg ist zu anstrengend fuer Leute ueber 50 !
Ein 200 m hoher Huegel ? 5x erklaerte er mir, dass es nicht geht und 5x erklaerte ich ihm, dass ich gerade im Himalaya war. Erst als ich dann ein Video von mir auf 5000m zeigte, durfte ich hinein. Ich soll mich aber wieder unbedingt abmelden. Also los.















Das war nun der schwierige Weg...Mit Strassenschildern versehen !

Ein bisschen Fuersorge ist ja ok, aber man kann es auch uebertreiben.
Die Wanderung aber ging durch eine fantastische Natur. Zwischen den Karstbergen dichter Dschungel.




















Die riesigen Pflanzen gedeihen hier praechtig.

Ja, es geht mir super.



Leider musste ich versprechen nur bis hier, zum Frog Lake, zu gehen. Der Rundweg waere aber doch besser gewesen.



















Ok, also zurueck und Vorbereitungen treffen fuer die morgige 2 Tages Tour.


Mit dem Van ein kurzes Stueck zum Hafen und wir besteigen unser Boot. Wir, das sind 10 Passagiere aus Schweden, Deutschland, China und Korea.


Wir legen ab.















Erste Station ist Monkey Island. Allerdings gibt es keine Information, wie lange wir hier bleiben, sondern unser Boot legt sofort wieder ab und wir muessen halt sehen.
Am Anfang sind es nur wenige, die auf den nahegelegenen Berg klettern. Spaeter geht dann nichts mehr, weder hoch noch runter. Aber fuer diese Aussicht, nimmt man einiges in Kauf.































Traumhaft und der Wetterbericht hatte zum Glueck recht behalten.
















Die Affen sehen zu, dass sie etwas Leckeres bekommen. Ansonsten holen sie sich es eben und werden dabei auch recht rabiat beim Klauen.











Wir fahren weiter...

















...an einsamen Sandbuchten vorbei...


und steigen in Kayaks, um ein bisschen zwischen den Karstfelsen umher zu paddeln. Ich hatte leider den Koreaner mit im Boot, der wohl zum ersten mal in einem Kayak sass. Er paddelte wie ein Irrer, keuchte, als wenn er Gewichte stemmt und schlug mit dem Paddel auf den Bootsrand ein. Er verstand einfach nicht, dass wenn man nach rechts will, auf der linken Seite paddeln muss. Also paddelte er wie wild auf der falschen Seite und bremste dann komplett wieder ab. Wir drehten uns permanent im Kreis. Da er auch noch hinten sass, war ich absolut machtlos und stellte dann meinerseits meine Aktivitaeten ein.






















Durch diese Tunnel konnten wir dahinter liegende Buchten erreichen. Sofern man durch die kleineren nicht versucht quer hindurch zu kommen.














































Meine groesste Sorge war nur, dass nicht irgendwann ein Loch in der Bordwand ist. Aber diese Plastikboote sind zum Glueck recht stabil und halten erstaunlich viel aus.

























Irgendwann fahren wir mit unserem grossen Boot zu unserem Nachtquartier. Leider sind 2 Personen zu viel und damit ist nicht genug Platz an Bord. Wir uebernachten auf einer schwimmenden Herberge. Vorher gibt es aber noch einen fantastischen Sonnenuntergang.

































Es kann kaum einen schoeneren Abschluss des Tages geben.

Am naechsten morgen sehe ich, was da immer so an das Floss gerammelt ist, so dass sogar die Tuer aufsprang. 
Ein Boot komplett aus Beton ! Mit ordentlich Armierung drin, die vor sich hin rostet.
















Unsere Zimmer...
















...und Vorratsnetze fuer frischen Fisch.



Unter dem Haus war ein Netz, da schwamm ein riesiger Fisch, so an die 3 Meter gross. Er sah aehnlich wie ein Zackenbarsch aus.



Wir verlassen unser "Hotel" und fahren zu ein paar anderen Buchten, um noch einmal in die kleinen Boote zu steigen.















































Nach weiteren Kreisfahrten gab mein Koreaner irgendwie auf. Er hatte es noch immer nicht begriffen. Jetz konnte ich uns ganz seelenruhig durch die Gewaesser bringen und er war total verbluefft, wie das geht.
















Die Jungs vom Boot haben inzwischen unser Mittag fertig.
Fisch, allerlei Meeresgetier, Salat, Reis, Fluelingslollen
und Obst. Alles ganz toll zubereitet und lecker.

Es kommen auch ein paar fliegende Haendler vorbei - nein, schwimmende logischer Weise und bieten Getraenke, Kekse, Schokolade u.v.m. an.
















Hier kommt wohl der Begriff "Nussschale" fuer ein Boot her.
















Eigentlich sind die Schiffchen geflochtene grosse Koerbe ohne Henkel. Diese werden dann mit Teer oder Harz eingeschmiert und los gehts. Unser ist zum Glueck aus massivem Holz.
Uebrigens werden diese schoenen Holzdschunken durch Boote aus Stahl ersetzt. In 4 Jahren sind sie dann verboten, weil es wohl zu viele Unfaelle mit Touristen gab. Wahrscheinlich im Bett geraucht oder die Kippen in den Muelleimer geworfen. Im letzten Jahr sind 11 Touris gestorben. In der Saison gibt es dann auch etliche Partyboote, jetzt habe ich nur eines gesehen. Ich will mir gar nicht vorstellen, was hier in der Hochsaison abgeht.

Auf der Rueckfahrt fahren wir noch mitten durch ein schwimmendes Fischerdorf. Ueberall grosse Vorratsnetze und dazwischen die groesseren Schiffe mit dutzenden Gasentladungslampen. Damit werden waehrend der Dunkelheit kleine Tintenfische angelockt und dann mit grossen Senknetzen abgefischt.































Zwischen-durch wuseln immer wieder die schwimmenden Tante Emma Laeden hindurch.



















Nach einem Bad in dieser schoenen Bucht war die Tour dann auch zu Ende. Ins Wasser sind aber nur die beiden Kaelte erprobten Schweden gegangen. Das Wasser hatte ca. 20 Grad, aber die Luft eben auch nur um die 20. Dazu ein sehr kalter Wind. Ohne Windjacke echt kalt.















Am Abend bin ich dann wieder in Cat Ba und geniesse die Aussicht.




Trotz der vielen Touristen, ist es sehr angenehm und man kann wunderbar flanieren und die eine oder andere Speise zu sich nehmen. Ein gutes Bier gibt es auch noch dazu.