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Samstag, 14. Januar 2017

Vietnam 1

Die Ha Long Bucht


Am ersten Weihnachtsfeiertag treffe ich in Vietnam ein. Am Flughafen bekomme ich problemlos mein kostenloses 15 Tage Visum.
Ohne Formulare, nur die Frage wie lange, Stempel, fertig. Das war mal angenehm !
Ich hatte im voraus schon ein Hotel in der Naehe des Flughafens gebucht und ein Tuk Tuk brachte 
mich in ein paar Minuten zu meinem Quartier. Gegenueber ein Markt.
Dort bekam ich dann auch endlich meine geroestete Ente vom Grill. Auch vom Fleischspiess durfte ich probieren. Ein Gedicht ! Es wurde mir auch sofort erklaert, dass man in Vietnam immer handeln muss. Ein Nachlass von bis zu 60% ist normal. Dies gilt aber nicht ueberall in allen Geschaeften, Restaurants oder Maerkten. Welche, muss man schnell herausfinden, sonst bezahlt man viel Lehrgeld.
Was sofort auffaellt, hier wird nicht so rum gerotzt wie besonders in Nepal, Laos, China und Thailand. Dabei wird grunzend das halbe Hirn durch die Nase gezogen und ausgespuckt. Egal ob Mann, Frau oder Kind, egal ob auf der Strasse, im Bus oder beim essen im Restaurant. Morgens 10 - 20 Minuten am Stueck. Ist ziemlich widerlich und ich habe oft den Raum oder das Restaurant verlassen, ohne fertig gegessen zu haben. Hier ist es zum Glueck nicht ueblich.
Am naechsten Morgen gleich mit dem Bus weiter nach Hai Phong. Hier wird uebrigens alles getrennt geschrieben und gesprochen: Han Oi oder Hai Phong. Da man aber alles lesen kann, kein Problem. Auch die Aussprache nicht, so wie es geschrieben wird. 
Mit der Faehre dann rueber zur Insel Cat Ba.
Sie liegt gegenueber von Ha Long und soll nicht so ueberlaufen sein. Auch von hier starten Boote in die Bucht.
Ein Ort, direkt an die Felsen gepresst, der viel vom Tourismus profitiert.
Jetzt ist absolute Nebensaison und da wird reichlich gebaut und renoviert. Ein ruhiges Hotel findet sich aber. 
9 Stockwerke mit je 8 Zimmern und ca.5 Gaesten ! 


Fuer 6 Euro ein schoenes Zimmer mit toller Aussicht.












Am naechsten Tag mache ich erst einmal einen Ausflug in den nahe gelegenen Nationalpark. Den Tag darauf, soll dann das Wetter fuer 1-2 Tage besser werden. Es ist jetzt eben Regenzeit.
Am Parkeingang dann die Ueberraschung. Sie wollen mich nicht hinein lassen. Der Weg ist zu anstrengend fuer Leute ueber 50 !
Ein 200 m hoher Huegel ? 5x erklaerte er mir, dass es nicht geht und 5x erklaerte ich ihm, dass ich gerade im Himalaya war. Erst als ich dann ein Video von mir auf 5000m zeigte, durfte ich hinein. Ich soll mich aber wieder unbedingt abmelden. Also los.















Das war nun der schwierige Weg...Mit Strassenschildern versehen !

Ein bisschen Fuersorge ist ja ok, aber man kann es auch uebertreiben.
Die Wanderung aber ging durch eine fantastische Natur. Zwischen den Karstbergen dichter Dschungel.




















Die riesigen Pflanzen gedeihen hier praechtig.

Ja, es geht mir super.



Leider musste ich versprechen nur bis hier, zum Frog Lake, zu gehen. Der Rundweg waere aber doch besser gewesen.



















Ok, also zurueck und Vorbereitungen treffen fuer die morgige 2 Tages Tour.


Mit dem Van ein kurzes Stueck zum Hafen und wir besteigen unser Boot. Wir, das sind 10 Passagiere aus Schweden, Deutschland, China und Korea.


Wir legen ab.















Erste Station ist Monkey Island. Allerdings gibt es keine Information, wie lange wir hier bleiben, sondern unser Boot legt sofort wieder ab und wir muessen halt sehen.
Am Anfang sind es nur wenige, die auf den nahegelegenen Berg klettern. Spaeter geht dann nichts mehr, weder hoch noch runter. Aber fuer diese Aussicht, nimmt man einiges in Kauf.































Traumhaft und der Wetterbericht hatte zum Glueck recht behalten.
















Die Affen sehen zu, dass sie etwas Leckeres bekommen. Ansonsten holen sie sich es eben und werden dabei auch recht rabiat beim Klauen.











Wir fahren weiter...

















...an einsamen Sandbuchten vorbei...


und steigen in Kayaks, um ein bisschen zwischen den Karstfelsen umher zu paddeln. Ich hatte leider den Koreaner mit im Boot, der wohl zum ersten mal in einem Kayak sass. Er paddelte wie ein Irrer, keuchte, als wenn er Gewichte stemmt und schlug mit dem Paddel auf den Bootsrand ein. Er verstand einfach nicht, dass wenn man nach rechts will, auf der linken Seite paddeln muss. Also paddelte er wie wild auf der falschen Seite und bremste dann komplett wieder ab. Wir drehten uns permanent im Kreis. Da er auch noch hinten sass, war ich absolut machtlos und stellte dann meinerseits meine Aktivitaeten ein.






















Durch diese Tunnel konnten wir dahinter liegende Buchten erreichen. Sofern man durch die kleineren nicht versucht quer hindurch zu kommen.














































Meine groesste Sorge war nur, dass nicht irgendwann ein Loch in der Bordwand ist. Aber diese Plastikboote sind zum Glueck recht stabil und halten erstaunlich viel aus.

























Irgendwann fahren wir mit unserem grossen Boot zu unserem Nachtquartier. Leider sind 2 Personen zu viel und damit ist nicht genug Platz an Bord. Wir uebernachten auf einer schwimmenden Herberge. Vorher gibt es aber noch einen fantastischen Sonnenuntergang.

































Es kann kaum einen schoeneren Abschluss des Tages geben.

Am naechsten morgen sehe ich, was da immer so an das Floss gerammelt ist, so dass sogar die Tuer aufsprang. 
Ein Boot komplett aus Beton ! Mit ordentlich Armierung drin, die vor sich hin rostet.
















Unsere Zimmer...
















...und Vorratsnetze fuer frischen Fisch.



Unter dem Haus war ein Netz, da schwamm ein riesiger Fisch, so an die 3 Meter gross. Er sah aehnlich wie ein Zackenbarsch aus.



Wir verlassen unser "Hotel" und fahren zu ein paar anderen Buchten, um noch einmal in die kleinen Boote zu steigen.















































Nach weiteren Kreisfahrten gab mein Koreaner irgendwie auf. Er hatte es noch immer nicht begriffen. Jetz konnte ich uns ganz seelenruhig durch die Gewaesser bringen und er war total verbluefft, wie das geht.
















Die Jungs vom Boot haben inzwischen unser Mittag fertig.
Fisch, allerlei Meeresgetier, Salat, Reis, Fluelingslollen
und Obst. Alles ganz toll zubereitet und lecker.

Es kommen auch ein paar fliegende Haendler vorbei - nein, schwimmende logischer Weise und bieten Getraenke, Kekse, Schokolade u.v.m. an.
















Hier kommt wohl der Begriff "Nussschale" fuer ein Boot her.
















Eigentlich sind die Schiffchen geflochtene grosse Koerbe ohne Henkel. Diese werden dann mit Teer oder Harz eingeschmiert und los gehts. Unser ist zum Glueck aus massivem Holz.
Uebrigens werden diese schoenen Holzdschunken durch Boote aus Stahl ersetzt. In 4 Jahren sind sie dann verboten, weil es wohl zu viele Unfaelle mit Touristen gab. Wahrscheinlich im Bett geraucht oder die Kippen in den Muelleimer geworfen. Im letzten Jahr sind 11 Touris gestorben. In der Saison gibt es dann auch etliche Partyboote, jetzt habe ich nur eines gesehen. Ich will mir gar nicht vorstellen, was hier in der Hochsaison abgeht.

Auf der Rueckfahrt fahren wir noch mitten durch ein schwimmendes Fischerdorf. Ueberall grosse Vorratsnetze und dazwischen die groesseren Schiffe mit dutzenden Gasentladungslampen. Damit werden waehrend der Dunkelheit kleine Tintenfische angelockt und dann mit grossen Senknetzen abgefischt.































Zwischen-durch wuseln immer wieder die schwimmenden Tante Emma Laeden hindurch.



















Nach einem Bad in dieser schoenen Bucht war die Tour dann auch zu Ende. Ins Wasser sind aber nur die beiden Kaelte erprobten Schweden gegangen. Das Wasser hatte ca. 20 Grad, aber die Luft eben auch nur um die 20. Dazu ein sehr kalter Wind. Ohne Windjacke echt kalt.















Am Abend bin ich dann wieder in Cat Ba und geniesse die Aussicht.




Trotz der vielen Touristen, ist es sehr angenehm und man kann wunderbar flanieren und die eine oder andere Speise zu sich nehmen. Ein gutes Bier gibt es auch noch dazu.

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